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      Heute ist mir nach einem etwas persönlicheren Beitrag. Nachdem es hier doch länger sehr still war, hab ich endlich wieder Zeit gefunden 🙂

      Heute steht für mich ein Boudoir Shooting an – ich bin ein kleines bisschen nervös. Nervös davor, ob ich es schaffe, dass meine Kundin sich bei mir wohl fühlt. Nervös davor, ob sie sich fallen lassen kann und sich vor meiner Kamera sexy fühlt. Oft schauen sich gerade Frauen selbst auf den Fotos an und haben viel zu bekriteln. Die Cellulite, das Doppelkinn, die Bauchfalte oder der Riss der Haut auf den Oberschenkel. Für mich als Fotografin war dieses Feedback gerade am Anfang sehr ernüchternd und ich habe daran gezweifelt ob ich falsch fotografiert habe oder sie hätte retuschieren sollen.

      Nach einigen intensiven Gesprächen mit anderen Fotografen und auch Frauen haben meine Selbstzweifel sich langsam gelegt. Ja, auch ich fühle mich in meinem Körper an manchen Tagen nicht wohl. Mich stört der Speck da, die Oberschenkel dort und meine Oberarme auf dem einen Bild. Aber dann versuche ich einfach mal dankbar zu sein, dafür, dass ich gesund bin, dass ich jeden Tag so viel erlebe und so viel lache. Dafür, dass ich die besten Menschen in meinem Leben haben und sie mich lieben, so wie ich bin. Und zu guter Letzt denke ich an die Dinge, die ich an mir liebe: meine Energie, meine offene Art, mein Selbstbewusstsein, meine Augen, meine Nägel, meinen Blick fürs Detail, …

      Dann fällt es mir leicht mich so zu akzeptieren wie ich bin.

      Man muss aber auch ganz offen sagen, dass es zum Teil meine “Schuld” ist als Fotograf, wenn sich die Kundin auf den Fotos nicht gefällt. Es ist ein Unterschied, ob ich ihr sage, sie soll sich auf den Sessel setzen und Pose XY aus Pinterest nachmachen (ja – sowas kommt auch mal vor und es ist auch ok aber eben nicht nur) – oder wenn wir gemeinsam einen Kaffee trinken, über ihre Pläne sprechen und einfach nur mal lachen. Wenn wir uns vorher kennen lernen und eine angenehme Atmosphäre schaffen. Wenn sie sich bei mir wohl fühlt und sich dann ihn ihren sexy Raum begibt, in dem sie sich selbst so gut fühlt und sich bewegt, wie es ihr gefällt. Genau dann entstehen Fotos, auf denen sie sich bestimmt nicht nur schön findet – sondern auch richtig sexy.

      Ich sehe es als meine Aufgabe an, es zu schaffen, dass mein Kunde oder meine Kundin sich vor meiner Kamera und mit mir als Fotografen wohl fühlt und mich wie eine gute Freundin sieht.

      Und ja! Ich habe auch Angst zu failen. Damit das nicht passiert, telefoniere ich mit allen meinen Kunden vorab – oder lerne meine Hochzeitspaare schon vorher kennen. Ich nehme mir die Zeit mit euch zu reden und zu lachen – für mich ist ein Shooting alles außer Stress.

      Wenn ihr also ein Shooting mit mir gebucht habt – dann genießt die Zeit für euch vor meiner Kamera. Seid offen, um euch und euren Körper so zu mögen wie er ist und begebt euch an eurem sexy-place.

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